Bei der NU-Bonuskarte wurden drei Gruppen von Verbrau-chern unterschieden: aktive, passive und uninteressierte Verbraucher.


Aktive Verbraucher sind motiviert und lassen sich bei ihren Ankäufen regelmäßig von der Umweltfreundlichkeit der Produkte leiten. Diese Verbraucher bemühen sich selbst aktiv um Nachhaltigkeitsinformationen und sind in einem gewissen Umfang bereit, höhere Preise zu zahlen. Die NU-Bonuskarte erreicht in erster Linie solche aktiven Verbraucher. Sie stellen jedoch nicht die Zielgruppe dar, an die sich die NU-Bonuskarte primär wendet, auch wenn sogar bei dieser Gruppe noch Fortschritte verbucht werden können. Für uninteressierte Verbraucher spielen Nachhaltigkeitsinformationen keine (bewusste) Rolle beim Kaufverhalten. Diese Gruppe steht Fragen der Nachhaltigkeit zu einem Teil gleichgültig und zu einem (kleinen) Teil abweisend gegenüber.

Die NU-Bonuskarte ist vor allem als Belohnungssystem für die Zwischengruppe der passiven Verbraucher gedacht, schätzungsweise 55% der Bevölkerung. Für sie spielt die Umwelt eine untergeordnete Rollte. Die Gruppe ist im Allgemeinen für das Thema Nachhaltigkeit empfänglich, nimmt aber eine abwartende Haltung gegenüber Lösungsvorschlägen ein.

Die NU-Bonuskarte entkräftet einen großen Teil der Gründe, die passive Verbraucher meist von nachhaltigen Ankäufen abhalten. Durch eine sinnvolle Zusammenstellung der Liste mit Nachhaltigkeitskriterien können Verbraucher auch beim Kauf gängigerer Produkte Punkte sammeln.

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