Staat und Gemeinden haben schon vieles versucht, um das Verhalten ihrer Bürger in den Griff zu bekommen. Offensichtlich ist es außerordentlich schwierig, Gewohnheiten zu beeinflussen. Deshalb sind neue effektive Instrumente gewünscht, mit deren Hilfe das Handeln der Bürger in Richtung Nachhaltigkeit verändert werden kann.

Die NU-Bonuskarte ist ein Beispiel für ein solches effektives Instrument zur Stimulierung der Nachhaltigkeit. Es bietet folgende Vorteile:

. Die NU-Bonuskarte verleitet zu neuen (nachhaltigen)
Verhaltensweisen.
.   Die Karte ist breit einsetzbar, mit ihr können die meisten
Bürger erreicht werden und sie bringt Nutzen in mehreren Politikbereichen.
.   Mit jedem die NU-Bonuskarte subventionierenden Euro
wird ein doppelter Effekt erzielt, erstens bei der Punktevergabe, indem z.B. Mülltrennung belohnt wird, zweitens beim Eintauschen der verdienten Punkte durch die Möglichkeit, sie z.B. für öffentliche Verkehrsmittel zu verwenden.
.   Die NU-Bonuskarte kann die Kosteneffektivität
kommunaler Dienstleistungen verbessern helfen. Mit dem Instrument lassen sich Fördermittel zurückverdienen, Synergievorteile erzielen und die Ausgaben senken. Je besser die Bürger z.B. ihren Müll trennen, je geringer sind die Kosten für Städte und Gemeinden.
.   Aus Analysen der NU-Datenbank (natürlich in den
Grenzen des Datenschutzes) können staatliche und kommunale Stellen wertvolle Informationen für die Steuerung politischer Maßnahmen gewinnen. Die Wirkungen der in das NU-Bonusprogramm eingebauten speziellen umwelt- und wirtschaftspolitischen Anreize lassen sich genau feststellen, sodass politische Maßnahmen effektiver gestaltet werden können. Diese Möglichkeiten wurden in der Demonstrationsphase nicht getestet.


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